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Lehrreiche Woche in der Landessportschule Ruit

am . Veröffentlicht in Allgemeine Infos

In den langen Sommerferien wurde es zwei TTC-lern ohne Training in der eigenen Halle zu langweilig. Daher besuchten Jonathan B. und Max einen Tischtennis-Lehrgang des Tischtennisverbandes Württemberg-Hohenzollern, der in der Landesssportschule Ruit in der Nähe von Stuttgart stattfand.

Lehrgang003Für eine Woche begaben wir uns in ein intensives Training mit Elena Lamonos, einer hauptberuflichen Tischtennis-Trainerin und Mirco Cramer, der wie wir vom Badischen Tischtennisverband kommt.

 

So stiegen wir schließlich am Montag, den 15. August 2011 in den etwas verspäteten Zug von Heidelberg nach Stuttgart Hauptbahnhof, wo wir noch rechtzeitig ankamen und unseren Anschlusszug der U-Stadtbahn nach Ruit erreichten. In Ruit angekommen hatten wir nicht viel Zeit. Schnell verstauten wir unser Gepäck in unserem Zimmer. Dieses war groß und hell eingerichtet mit einem eigenen Bad mit Toilette und Dusche. Aber dann ging es auch schon mit der Begrüßung los.

 

Erste Erleichterung war für uns die Nachricht, dass der im click-TT angegebene Frühsport freiwillig sei. Nach den üblichen Einweisungen zu Lehrgangsbeginn begaben wir uns vor dem Mittagessen in unsere Halle, wo wir ein erstes Kaiserspiel absolvierten, um zwei Trainingsgruppen nach Leistungsstand zu bilden. Jonathan und ich schafften es beide in die „höhere“ Leistungsgruppe.

 

Das Mittagessen fiel auch zu unserer vollsten Zufriedenheit aus. Man kann mittags immer aus verschiedenen Gerichten wählen und sich am reichhaltigen Salatbuffet bedienen. Außerdem gibt es Früchte und kleine Nachspeisen. Zum Trinken gibt es stilles Wasser.

 

Nach einer Mittagsruhe begann dann unser erstes Training mit Elena. Doch vor jedem Training wärmten wir uns zunächst auf. Da die allermeisten von uns in den Ferien bislang kein oder nur wenig Tischtennis gespielt hatten, spielten wir zunächst einige leichtere Übungen. Wir wechselten auch mehrmals die Spielpartner, sodass man sich immer wieder auf neue Spielsituationen einstellen musste.

 

Nach einer wohlverdienten Dusche gab es Abendessen. Hierbei konnte man zwischen einer kalten und warmen Variante wählen und sich wie mittags auch am Salatbuffet bedienen. Im hellen Speisesaal findet jeder einen Platz. Wer es vorzieht, an der frischen Luft zu speisen, der kann im Innenhof des Speisesaals oder im Eingangsbereich Platz nehmen.Lehrgang001

 

Am Abend versammelten wir uns alle zusammen und konnten aussuchen, ob wir Beach-Volleyball oder Fußball spielen wollten. Nachdem unser Beach-Volleyballspiel nicht so erfolgreich war, setzten wir uns nach einiger Zeit zusammen und unterhielten uns. Auf diese Weise lernten wir einige nette Schwaben kennen, nämlich Marion, Sandra, Oliver, Roland und Günther. Mit ihnen verbrachten wir die meiste Zeit der kommenden Woche.

 

Nach über vier Stunden Training, was schon am ersten Tag unsere Trainingszeit einer normalen Woche in Edingen übertraf, waren wir müde und schliefen auch relativ schnell ein.

 

Am Dienstag, den 16. August 2011 starteten wir mit einem guten Frühstück in den Tag. Ab 9:00 Uhr war wieder Training angesagt. Diesmal betreute uns Mirco. Wir lernten, unseren Topspin gezielter einzusetzen und trainierten unsere Beine mit Laufübungen. Im anschließenden Kaiserspiel konnte ich mit 35:7 Punkten meinen wohl höchsten Sieg meiner Tischtennis-Laufbahn einfahren. Nach dem doch anstrengenden Training hatte man das Gefühl, sich sein Mittagessen regelrecht „verdient“ zu haben. Auch die Mittagsruhe nach dem Mittagessen gewann eine ganz neue Bedeutung, da man in dieser Zeit sehr gut entspannen konnte. Am Nachmittag trainierten wir wie an allen anderen Tagen auch von 14:30 Uhr bis 17:45 Uhr. Ein Highlight des Trainings bildeten der „Mega-Tisch“, der aus vier zusammengestellten Tischen bestand. Um diesen Tisch spielten wir dann Rundlauf. Vor dem Abendessen führten wir außerdem einen sogenannten Kräftigungszirkel durch. Dabei gab es etliche kleine Stationen, die man jeweils zu zweit für 30 Sekunden lang besuchte und dort die Übungen durchführte. Gekräftigt wurden durch diese Übungen der Bauch, der Rücken und die Beine.

 

Am Abend gingen wir alle zusammen ins Schwimmbad, wo wir ungefähr eine Stunde im „kühlen Nass“ verbrachten. Nach einem anstrengenden Trainingstag ist es dort sehr erfrischend. Wir hatten auch einen Ball dabei, sodass wir auch Wasserball spielen konnten. Leider mussten wir schon bald das Bad wieder verlassen, da die nächste Gruppe an der Reihe war. Später am Abend gingen wir nochmals zum Volleyball-Platz und hatten dort unseren Spaß.

 

Lehrgang002Am Mittwoch, den 17. August 2011 begann unser Trainingstag wie üblich nach dem Frühstück um 9:00 Uhr. Nach dem Aufwärmen spielten wir uns jedoch nicht ein, sondern absolvierten einen Aufschlags-Zirkel. Ähnlich wie beim Kräftigungszirkel gab es viele Stationen, die man zu zweit der Reihe nach besuchte und die Übungen für ca. fünf Minuten durchführte.

 

Nach dem leckeren Mittagessen liefen wir nach Ostfildern. Dort fanden wir schnell einen Drogerie-Markt, in dem wir uns mit Süßem etc. versorgten. Doch um halb 3 ging es dann auch schon wieder weiter mit der nächsten Trainingseinheit. Hierbei benutzen wir Balleimer. Immer drei Spieler/innen waren an einem Tisch mit einem Balleimer. Einer spielte die Bälle ein, der andere führte die Übung durch und der letzte musste währenddessen Bälle für die nächste Runde einsammeln.

 

Für besonders große Euphorie sorgte das von Elena und Mirco angekündigte „Doppel-Turnier“, bei dem die Doppel-Partner mit Spielkarten einander zugelost wurden. Hiervon spielten wir drei Runden, bei denen fast jeder Siege und Niederlagen erleben konnte.

 

Nach dem Abendessen wollten wir unsere Fahrkarten für die U-Stadtbahn kaufen, damit wir dies am Freitag nicht mehr machen mussten. Doch am Fahrkarten-Automat stand der Hinweis, dass die Fahrkarten nur zwei Stunden nach Kauf gültig seien. Der Spaziergang hat sich trotzdem gelohnt.

 

Auch nach diesem Tag war man froh, wieder in seinem Bett zu liegen und einfach mal nichts zu tun.

 

Am Donnerstag, den 18. August 2011 war unser letzter vollständiger Trainingstag. Themen der Einheit waren Flip und Rückhand-Topspin. Und um eins hier mal zu betonen: Elena ist selbst Abwehr-Spielerin und hat mir versichert, dass es möglich ist, mit langen Noppen sowohl einen Flip als auch einen Rückhand-Topspin zu spielen (für alle, die mir immer sagen wollen, das sei nicht möglich). Ich musste im Verlauf dieser Trainingseinheit feststellen, dass es doch schon ganz gut bei mir funktionierte.

 

Doch vor allem stellte sich heraus, wie gut unsere Jugendarbeit im TTC wirklich ist. In vielen Vereinen gibt es nicht einmal Trainer, sondern nur sogenannte Aufsichtspersonen. Zumal ist das Training auf eine Stunde in der Woche begrenzt. Wir sollten es schätzen, wie gut wir es in Edingen haben! Ich habe auch gelernt, die Trainingszeit von zwei Stunden ernst zu nehmen und auch durchzuhalten. Denn in dieser Woche haben wir meistens über sechs Stunden am Tag trainiert, dagegen sind zwei Stunden gar nichts.Lehrgang004

 

Am Nachmittag starteten wir ein kleines Turnier, bei dem wir in fünf Gruppen „jeder gegen jeden“ spielten. Besonders in diesen Spielen fiel mir auf, dass ich meine Vorhand gezielt einsetzen und dadurch sehr gut punkten kann. Das gilt es für mich persönlich, weiter auszubauen.

 

Nachdem ich mich nach dem Abendessen noch von Jonathans Packkünsten überzeugen konnte, spielten wir ein letztes Mal noch Beach-Volleyball.

 

Am Freitag, den 19. August 2011 spielten wir die übrigen Spiele unseres Turnieres durch und mussten schon vor dem Frühstück unsere Zimmer räumen. Nach dem Mittagessen hieß es Abschied nehmen. Zurück ging es wieder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Heidelberg.

 

Rückblickend auf die vergangene Woche kann ich sagen, dass es eine sehr schöne und lehrreiche Woche für uns war. Auch ist in Erwägung zu ziehen, ob der TTC nicht einmal für eine Woche oder ein Wochenende gemeinsam dort hinfährt und einen externen Trainer dazu bucht. Jonathan und ich können dies nur wärmstens empfehlen und wir sind froh, dabei gewesen zu sein.

 

(MB)