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Starkes hinteres Paarkreuz und furiose Aufholjagd retten der 1. Mannschaft 2 Punkte gegen Hirschhorn

am . Veröffentlicht in Herren I

Gemäß den Tabellenplätzen (wir Dritter, Hirschhorn Siebter) gingen wir als Favoriten an den Start, aber wir rechneten durchaus nicht mit einem leichten Spiel. Dass es dann soo schwer werden würde, hatten wir allerdings auch nicht gedacht..

Gewöhnlich fängt es ja mit den Doppeln an, und da sind wir gerade ein bisschen am Experimentieren, weil das Standard-Doppel Robert/Ingo (in der letzten Saison die Basis unseres Erfolgs), zuletzt unter seinen Möglichkeiten geblieben war und weil Dietmar/Mehrdad in der laufenden Runde noch kein Spiel gewonnen haben (was gegen Doppel 1 auch nicht ganz leicht ist). Eine Woche zuvor waren wir mit den Paarungen Robert/Dietmar, Ingo/Gerd und Hans-Peter/Mehrdad gegen Wiesloch mit 2:1 erfolgreich gewesen, deshalb behielten wir Doppel 1 und 2 bei; allerdings führte das zu einem noch nie erprobten Doppel 3 mit Mehrdad und Edwin.

Ingo und Gerd lieferten dem Hirschhorner Doppel 1 einen guten Kampf, mussten sich aber am Ende 2:3 geschlagen geben. Robert und Dietmar machten gegen die links/rechts-Kombination aus dem mittleren Paarkreuz zu viele leichte Fehler, vergaben im dritten und vierten Satz Satzbälle und kassierten folgerichtig ebenfalls eine Niederlage. Und das nicht eingespielte Doppel Mehrdad/Edwin konnte es auch nicht richten, so dass wir mit einem ernüchternden 0:3 aus den Doppeln kamen.

Da die Nummer 2 von Hirschhorn, Frantz, in der laufenden Runde noch nicht sehr erfolgreich war, hatten wir einen Punkt von Robert eigentlich fest eingeplant, aber leider spielte Frantz hervorragend und kämpfte unsere Nummer 1 in 5 Sätzen nieder. Dass Ingo es gegen die starke Nummer 1 von Hirschhorn, Bordowski, schwer haben würde, war zu erwarten gewesen. Zwar lief es zunächst sehr gut für Ingo, aber bedauerlicherweise brachte er den ersten Satz trotz einer 10:6-Führung nicht nach Hause, und dann hatte sich Bordowski zu gut auf ihn eingestellt um das Spiel nochmal aus der Hand zu geben. Damit stand es schon 0:5 - ein echtes Frustpaket!

Und der Frust ging erst einmal noch weiter. Dietmar hatte sich gefreut, dass Hirschhorn keine Abwehr- oder Materialspieler mitbrachte, aber ein klassisches Angriffsspiel spielte Grad, die Nummer 4, auch nicht gerade. Mit langen, hohen, weich angezogenen Bällen (gefühlte 20-30 pro Ballwechsel) brachte er Dietmar an den Rand der Verzweiflung, und nachdem dieser den ersten Satz trotz einer 9:5-Führung verloren hatte, war mit dem Schlimmsten zu rechnen. Dann aber merkte Dietmar, dass er Grad mit völlig schnittlosen, geraden Aufschlägen auf die Rückhand etwas aus dem Konzept bringen konnte, und nach einem harten Kampf wurde er mit dem ersten Punkt für Edingen belohnt. - Ging da noch was? Zunächst sah es nicht danach aus, denn Mehrdad kam gegen den Linkshänder Wittrich überhaupt nicht klar - 1:6.

Aber Edingen gab nicht auf: Gerd und Edwin zeigten Kampfgeist und behielten die Nerven - Gerd auch nach einer strittigen Entscheidung des (Edinger) Schiedsrichters zu seinen Ungunsten gegen Ende des 4. Satzes. 3:2 für Gerd, 3:0 für Edwin, nur noch 3:6 für Hirschhorn.

Jetzt kam es entscheidend auf das vordere Paarkreuz an. Nur wenn hier gepunktet wurde, war noch etwas drin - und die Punkte kamen! Zwar wechselten bei Robert Licht und Schatten (11:9, 4:11, 11:2, 4:11), aber im 5. Satz hatte er gegen den routinierten Bordowski mit 11:9 knapp die Nase vorn. Ingo schonte die Nerven seiner Kameraden und gewann gegen Frantz relativ sicher in 4 Sätzen - nur noch 5:6!

Das mittlere Paarkreuz: Dietmar hatte schon seit halb acht mit seinem Schicksal gehadert, dass wieder ein Linkshänder in der Mitte spielte, und der erste Satz gegen Wittrich ließ mit 2:11 auch nichts Gutes ahnen. Aber erfreulicherweise zeigte es sich, dass Dietmars Linkshänder-Aversion nicht ganz so tief verwurzelt ist wie seine Noppen/Abwehr-Aversion (nur böse Zungen sprechen hier von Phobien), und mit Unterstützung einiger guter Tipps seines Mannschaftskapitäns konnte er das Spiel noch 3:2 umbiegen. Mehrdad hatte mit den langen hohen Bällen von Grad ähnliche Probleme wie zuvor Dietmar, kämpfte sich aber in den Entscheidungssatz und führte dort sogar 8:6. In der Schlussphase allerdings fehlte seinem Angriff die letzte Konsequenz, und Grad nutzte die Chance, Hirschhorn erneut in Führung zu bringen - 6:7.

Nun waren wir nach dem guten ersten Durchgang zuversichtlich, dass das hintere Paarkreuz erneut stechen würde, und Gerd und Edwin enttäuschten uns nicht. Gerd im Endeffekt souverän und Edwin (der jetzt den stärkeren Gegner hatte) nach hartem Kampf brachten uns mit 8:7 erstmals an diesem Abend in Führung.

Im Schlussdoppel spielten Robert und Dietmar konzentrierter als am Anfang, hatten von Beginn an das Heft in der Hand und legten 2:0 vor. Im dritten Satz gerieten sie allerdings in Rückstand, als Dietmar bei einigen machbaren Bällen körperlich und mental zu weit weg war. Dann hatte er die gute Idee, sich wieder am Spiel zu beteiligen und konnte mehrere Topspins von Frantz so kurz blocken, dass Bordowski nicht mehr rankam: Satz, Spiel und Match für Edingen! - Gerade nochmal gut gegangen ...

(DP)