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5. Pfingstturnier: Tischtennis spielen für die Jugend

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120 Teilnehmer beim 5. „Pfingstturnier" des TTC Edingen-Neckarhausen in der Großsporthalle - Erlös kommt dem Nachwuchs zugute

Halle klein2000 Tischtennisbälle - so viele brauchen sie im Jahr. Mit dem eigenen Nachwuchs müssen vier- bis fünftausend Kilometer Autofahrt zu Auswärtsspielen zurückgelegt werden. Drei lizenzierte Jugendtrainer kümmern sich um die Talente des TTC Edingen-Neckarhausen - eine hervorragende Nachwuchsarbeit ist nicht ganz billig. Um diese Kosten stemmen zu können, veranstaltet der Tischtennisverein seit fünf Jahren ein Pfingstturnier. Hierbei kommt der Erlös der Startgebühr, Gastronomie und die Spenden der Jugendarbeit zugute.

Bei der Premiere 2011 flogen die weißen Bälle noch in der kleinen Pestalozzi-Halle: 32 Amateurspieler gingen an den Start - darunter auch viele aus den eigenen Reihen. „Damals feierten wir das 40-jährige Jubiläum des TTC Edingen", erklärt Organisator Roland Ciupke, „aus diesem Grund wollten wir ein ein kleines Turnier veranstalten". Doch das Pfingstturnier erregte Jahr für Jahr mehr Aufsehen: Also stockte der TTC mit jeder Einladung die Teilnehmerzahl auf und zog aus Platzgründen in die benachbarte Großsporthalle um. Heute können dort 40 Spieler an 20 Tischen gleichzeitig um die begehrten Punkte kämpfen - insgesamt 120 ambitionierte Vereinsspieler kamen aus der Umgebung angereist. Darunter hatten auch sechs Edinger ein Heimspiel. Sogar zwei Damen aus der dritten Liga vom NSV Neckarsulm waren am Start. Bei der Herrenkonkurrenz waren Sportler aus der Regionalliga das Optimum.
Das Teilnehmerfeld wurde vor Beginn der Begegnungen in drei Klassen eingeteilt, die nach Spielstärke geordnet waren. Doch die meisten Spieler fanden den Weg nach Edingen wegen einer anderen Besonderheit: Das "Schweizer System". Es ist so aufgebaut, dass jeder Spieler exakt sieben Spiele bestreitet - egal wie gut oder schlecht er spielt. "Die K.O.-Spiele fallen weg", sagt Ciupke, "man ist also nicht direkt ausgeschieden, wenn man zwei Spiele verliert." Am Ende steht derjenige ganz oben auf dem Treppchen, der in sieben Spielen die beste Bilanz hat.

Das war in diesem Jahr Marcel Eisenmann: In der stärksten Klasse setzte sich der Spieler des TTC Wöschbach vor Tim Fischer (DjK Mannheim) und Kevin Valentin (ASV Grünwettersbach) durch. In der B-Klasse siegte dann ein Gastgeber: Benjamin Metz vom TTC Edingen-Neckarhausen blieb ungeschlagen und setzte sich vor Sascha Knobloch (Laden-burger SV) und Fabian Kajzar (Djk Wallstadt) durch. In der schwächsten Klasse hatte sogar ein Jugendlicher des TTC die Nase vorn: Sven Ding gewann alle seine Partien und ließ Timo Geibel (TTF Angelbach) und Christian Maus (TTV Albersweiler) hinter sich.

Preisgelder gab es nicht, dafür glänzende Pokale. Die Turnierleitung bildete erster Vorsitzender Kurt Imminger zusammen mit vier Jugendlichen des TTC. Auch die Bewirtung am Veranstaltungstag, sowie der Auf- und Abbau wurde von ehrenamtlichen Helfern des TTC übernommen. Doch der riesige Aufwand hat sich gelohnt. Schon in diesem Jahr feierte die Edinger Jugend große Erfolge: Die U18 Mannschaft wurde Meister und Pokalsieger im Bezirkskreis und auch die Mädchen der U15 und U11 holten den Pott für den TTC. "35 Jugendliche im Alter von sieben bis 18 Jahren trainieren wöchentlich bei uns", erzählt Ciupke, "das ist schon toll, wenn man sieht, mit wie wenig wir damals angefangen haben." Und die Entwicklung ist noch lange nicht zu Ende: Das eingenommene Geld soll gut investiert werden - die Jugendlichen können sich also schon auf 2000 neue Tischtennisbälle freuen.

Tillmann Bauer
Rhein-Neckar-Zeitung